Reisedetails

Lange habe ich davon geträumt und mir vorgestellt, wie es wohl wäre, Mitglieder der aufständischen zapatistischen Bewegung im mexikanischen Chiapas zu besuchen und im Idealfall sogar mit einigen der Menschen dort ins Gespräch zu kommen. Ich habe mir Dokumentarfilme und kurze YouTube-Videos angeschaut, habe jede Menge Literatur gesichtet und auch Begegnungen mit dem einen oder anderen Menschen gehabt, der schon einmal in Chiapas war. Darüber hinaus bin ich seit einigen Wochen Multiplikator des Kaffeekollektivs Aroma Zapatista aus Hamburg, was im Klartext bedeutet, dass ich dabei helfe, zapatistischen Kaffee in Deutschland zu vertreiben, und mich in diesem Rahmen mit dem Anbau des Kaffees in den dortigen Gebieten auseinandergesetzt habe. Man merkt: ich habe mich bereits intensiv mit der Thematik beschäftigt – jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, um den theoretischen Teil hinter mir zu lassen und zu schauen, wie die politische Praxis des zapatistischen Projekts aussieht. Aus diesem Grund unternehme ich von Mitte August bis Mitte September meine „zapatistische Reise“ direkt in die zapatistischen Gemeinden in Chiapas.

 

Von wann bis wann geht die Reise?

Vom 21.8. bis zum 19.9.2016

 

Wie ist der genaue Reiseverlauf?

Das ist noch unklar. Fest steht: ich lande am 22.8. in Cancún, werde dort voraussichtlich 1-2 Tage verbringen und dann über Mérida weiter in Richtung Chiapas reisen.

 

Was genau soll auf der Reise passieren?

Auch das ist natürlich nicht festgelegt, da es wie auf jeder längeren Reise von vielen Faktoren abhängt und dementsprechend spontan entschieden wird. Letztlich ist es Hauptziel meiner Reise, soviel Zeit wie möglich an verschiedenen Orten des Bundesstaates Chiapas zu verbringen und mit möglichst vielen Leuten (nicht nur mit Zapatisten) über die zapatistische Bewegung, deren Erfolge und Misserfolge zu reden, um so einen tieferen Einblick in den indigenen Widerstand zu bekommen.

 

 

 

 

Wo komme ich unter?

Natürlich nicht in Hotels oder Jugendherbergen, sondern bei Einheimischen. CouchSurfing hat mir auf meinen bisherigen Reisen schon etliche Male geholfen, und wenn alle Stricke reißen, zähle ich auf die Solidarität in den zapatistischen Gemeinden. Ansonsten hat eine Nacht unter freiem Himmel noch niemandem geschadet 😉